Something about Ritornell

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Akustische und elektronische Klänge verschmelzen auf »Aquarium Eyes«, dem zweiten Album des österreichischen Duos Ritornell. Aufnahmen, die mit viel Liebe zum Detail (unter anderem im Studio von Patrick Pulsinger) entstanden sind, werden behutsam in den Klangkosmos von Richard Eigner und Roman Gerold eingewoben. Durch subtile elektronische Verfremdungen entwickeln Instrumente wie Klavier, Kontrabass, Vibrafon, Kalimba und Akkordeon ein überraschendes Eigenleben, um sich Momente später im Zischen und Fauchen elektronischer Gerätschaften aufzulösen. Unterdessen werden sie umspielt vom Funkeln mehrschichtiger elektro-akustischer Drones. Einzelne organische Geräusche und sublime Texturen komplettieren die detaillierten Arrangements.

Für »Aquarium Eyes« hat Ritornell erstmals Songs geschrieben: Die Wiener Künstlerin Mimu singt, flüstert und haucht rote Fäden durch manche der fragilen Klangkonstrukte, die Gerold und Eigner mit Fingerspitzengefühl zusammengesetzt haben. Für das Stück »Tremble« hat sich das Duo mit dem Vokal-Künstler Didi Bruckmayr zusammengetan. Der Track »Music Boxlaquo; ist ein Konzeptstück: Dirigiert von Richard Eigner drehen 20 Personen gleichzeitig an ihren Spieluhren. Aus den Melodien der Musikgeschichte wird dabei ein funkelndes Gewirr. Mit »In Every Dream Home A Heartachelaquo; hat sich Ritornell schließlich auch an eine Roxy Music Coverversion gewagt, wobei an die Stelle der Gitarren ein Streichertrio getreten ist.

Richard Eigner, geboren 1983 in Linz, ist vorwiegend als Komponist und Sound-Artist tätig und wirkt bei vielen Produktionen als Schlagzeuger mit (u.a. für das Album »Magic Position« von Patrick Wolf). 2005 gewann er den Elektronikland-Award für experimentelle elektronische Musik. Neben einigen weiteren musikalischen Projekten führt er sein eigenes Label, Wald Entertainment.

Roman Gerold, ebenfalls Preisträger und im selben Jahrgang geboren, war zwischen 1996 und 2003 als Pianist in verschiedenen Jazz-Formationen in österreich tätig. 2002 studierte er Multimedia-Art in Salzburg und wechselte 2006 zur Germanistik. Seine Musik komponiert er freiberuflich für Theater und Film. Gerold ist außerdem freier Journalist.

Live präsentieren Eigner & Gerold ihr Material als elektro-akustisches Quartett im Verbund mit Mimu Merz und Gerhard Daurer. Das Hauptaugenmerk liegt dabei in der Improvisation mit einem äußerst reduzierten Setup an Instrumenten.
Während Gerhard Daurer die Möglichkeiten seines eigens entwickelten Gamepad-Granular-Synthesizers ausschöpft, addiert Roman Gerold subtile Melodien und lebhafte Drones und prozessiert die Live-Inputs der akustischen Instrumente. Richard Eigner verleiht mit seinem Ride-Becken, das er mit verschiedenen Utensilien (Bassbogen, Sizzle-Chains, Klobürste) spielt, den elektronischen Improvisationen feine akustische Rhythmen und Texturen.

 

Quotes

Cristian Vogel (Novamute/Tresor): „The material I heard just touched me very deeply. Interludium, Nina, Disappearing City - superb pieces of music.“

Gilles Peterson (Brownsood/BBC): „Really great Vinyls!“

Peter Kruder (G-Stone): „Cool stuff. I particulary like Disappearing City and Emere.“

August Engkilde (Scape~): „A very good balance of honesty and humor without loosing seriousness and musicality. I am impressed!“

Wolfgang Dorninger (Wipeout): „Congratulations, a true masterpiece. Very dense and still so airy.“

 

Contact

For booking, remixes, scoring and other wishes please use following adresses: contact [at] ritornell.at / info [at] karaokekalk.de